Joe Köller

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22 Jahre alt, wohnhaft in Wien, Student der Germanistik und Anglistik, Chefredakteur des Haywire-Magazins, freier Autor, verfasst Artikel u.a. für Video Game Tourism und Critical Distance

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“Das Alleinstellungsmerkmal des Mediums, Interaktvität, ist nicht, was es für mich auszeichnet. Dieser Gedankengang führt zu den puristischen Ansichten, nach denen alles, was Simulation und Systeme nicht ins Zentrum der Erfahrung rückt, als Nichtspiel charakterisiert wird, als etwas, das lieber in einem anderen Medium realisiert hätte werden sollen. Dass sie ihr Publikum wesentlich direkter einbinden als andere Medien und damit Themen und Situationen erfahrbar machen können, ist sicherlich eine ihrer Stärken, für mich ist es aber ihre Vielfältigkeit, die Videospiele ausmacht.”

“Wieso sollte mir die Identifikation mit einem Menschen anderen Geschlechts dabei schwerer fallen als mit einem Charakter aus einer völlig anderen Epoche oder gar einer anderen Welt? Was ich damit sagen will, ist: Der Mythos unüberbrückbarer Differenzen zwischen verschiedenen Geschlechtern ist ohnehin biologistischer Unfug. Unsinnige gesellschaftliche Konventionen und Machtstrukturen sind für den Großteil davon verantwortlich, und was dann noch übrig bleibt, dürfte kaum an die Varianz innerhalb einzelner Geschlechter heranreichen.Von einer Studienkollegin im selben Alter, mit ähnlichen Interessen, unterscheide ich mich mit Sicherheit weniger als von einem Spitzensportler, Minister oder Firmenchef.”

 

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